Politik

China-Reise Proteste gegen Regierung in Hongkong

Merkel warnt vor Gewalt

Peking/Wuhan.Angesichts anhaltender regierungskritischer Proteste in Hongkong hat Kanzlerin Angela Merkel zum Abschluss ihres China-Besuchs erneut appelliert, den Konflikt gewaltfrei beizulegen. Alles andere wäre aus ihrer Sicht „eine Katastrophe“, warnte sie am Samstag in Wuhan. Man habe ihr bei diesem Thema in Peking „zugehört“, sagte die CDU-Politikerin weiter. Chinas Ministerpräsident Li Keqiang äußerte sich nach dem Treffen mit Merkel in Peking zurückhaltend zu den Demonstrationen in der chinesischen Sonderverwaltungszone.

Li Keqiang sagte, die Zentralregierung unterstütze die Regierung in Hongkong, „Gewalt und Chaos“ im Rahmen der Gesetze zu beenden. Peking halte an dem Grundsatz „ein Land, zwei Systeme“ fest, nach dem die Sonderverwaltungsregion regiert wird.

Wong erneut festgenommen

Der Hongkonger Aktivst Joshua Wong ist derweil erneut von der Polizei festgenommen worden. Wie Wong am Sonntag über seinen Anwalt auf Twitter mitteilen ließ, wurde er am Flughafen festgesetzt. Demnach wird ihm vorgeworfen, seine Kautionsbedingungen verletzt zu haben. Wie die „Bild“-Zeitung berichtete, war er auf dem Weg nach Deutschland, wo er am Montag zu einem von der Zeitung organisierten Fest eingeladen war. dpa

Zum Thema