Politik

Parteien SPD hält nichts vom Vorstoß zur Altersvorsorge

Merz eckt mit Rente an

Berlin.SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hat den Vorschlag des Kandidaten für den CDU-Vorsitz, Friedrich Merz, zu Steuervorteilen für eine Altersvorsorge über Aktien zurückgewiesen. „Was er vorschlägt, ist ein riesiger Schritt in die Privatisierung der Rente“, sagte Klingbeil gestern. „Das ist ein milliardenschwerer Gefallen für Reiche und vor allem für seine Kollegen bei Blackrock.“

Merz, derzeit Aufsichtsratsvorsitzender beim Vermögensverwalter Blackrock Deutschland, hatte am Wochenende vorgeschlagen, die Altersvorsorge über Aktien steuerlich zu begünstigen. „Ich spreche über eine ergänzende Altersvorsorge, die neben die gesetzliche Rentenversicherung treten muss“, sagte der frühere Unionsfraktionschef am Sonntag in der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“. Das hält Klingbeil für den falschen Weg. „Wir sind gerade dabei, die gesetzliche Rente zu stärken“, sagte der SPD-Generalsekretär. Das helfe der großen Mehrheit und sei der richtige Weg. „Nicht die Privatisierungsfantasien der CDU.“

Merz bewirbt sich neben CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer und Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) als einer von drei prominenten Christdemokraten auf die Nachfolge von Angela Merkel an der Parteispitze. Unter den Kandidaten ist Kramp-Karrenbauer nach einer Umfrage bei den Bundesbürgern deutlich beliebter als ihr Kontrahent Friedrich Merz. In einer Forsa-Erhebung bezeichneten 42 Prozent der Befragten die Generalsekretärin als glaubwürdig, 41 Prozent als sympathisch und 41 Prozent als bodenständig. dpa