Politik

Denkmal Initiative kritisiert Engagement Berlins

Mit Büste an Kohl erinnert

Berlin.Am 29. Jahrestag des Mauerfalls ist in Berlin eine Büste für den früheren Bundeskanzler Helmut Kohl enthüllt worden. Die Ehrung für den 2017 gestorbenen CDU-Politiker geht auf eine Initiative der privaten Ernst-Freiberger-Stiftung zurück. Zu der Zeremonie am Ufer der Spree kam gestern auch der frühere Bundesfinanzminister Theo Waigel. Ohne einen Schuss sei Deutschland vereint und souverän, seien die russischen Truppen abgezogen und die Länder in Mittel- und Osteuropa wieder Teil einer Europäischen Union, sagte der frühere CSU-Politiker. Ohne Kohl wäre das nicht gelungen. Die Berliner CDU teilte mit, sie setze sich für die Ehrung und Benennung eines prominenten Berliner Ortes nach dem „Kanzler der Einheit“ ein. Doch der rot-rot-grüne Senat ergreife nicht die Initiative.

Auf einer Bronzeplatte auf dem Sockel der Büste wird ein Ausspruch von Helmut Kohl zitiert: „Mein Ziel bleibt – wenn die geschichtliche Stunde es zulässt – die Einheit unserer Nation.“ Laut Stiftung ist es das letzte in einer Reihe von jetzt elf Denkmälern, mit denen Persönlichkeiten für ihre Leistungen in Wissenschaft, Kultur und Politik gewürdigt werden. Darunter seien unter anderem Albert Einstein, Ludwig Erhard, Thomas Mann, Walther Rathenau, Ludwig Mies van der Rohe, Konrad Zuse und Käthe Kollwitz. dpa

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