Politik

Konflikte Kämpfe um Berg-Karabach halten an

Möglicher Einsatz von Söldnern

Archivartikel

Eriwan/Baku.In den seit mehr als einer Woche andauernden Kämpfen in der Unruheregion Berg-Karabach im Südkaukasus zeichnet sich kein schnelles Ende des Blutvergießens ab. Aserbaidschans Verteidigungsminister Zakir Hasanov wies am Dienstag an, die „zielgerichtete und konsequente Zerstörung feindlicher Streitkräfte“ fortzusetzen. Das teilte sein Ministerium in der Hauptstadt Baku mit. Auch die Behörden von Berg-Karabach drohten im Falle weitere Angriffe mit Vergeltung. Unterdessen sicherte die Türkei ihrem Verbündeten Aserbaidschan abermals weitere Unterstützung zu.

Internationale Sorge wächst

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg forderte in einer einstweiligen Anordnung, dass alle beteiligten Staaten Maßnahmen unterlassen müssten, die gegen die Menschenrechte der Zivilbevölkerung verstoßen. Dies gelte für direkte und indirekte Beteiligte, darunter die Türkei. Bundeskanzlerin Angela Merkel forderte „substanzielle Fortschritte“ bei den OSZE-Vermittlungen. Zudem müsse es eine Waffenruhe geben. International wächst die Sorge, dass islamistische Kämpfer aus den Kriegsgebieten Syrien und Libyen mit Kämpfen in Berg-Karabach Geld verdienen könnten. Der syrische Präsident Baschar al-Assad bezichtigte in einem Interview die Türkei, für den Einsatz von Söldnern in Berg-Karabach verantwortlich zu sein. 

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