Politik

Moscheen in der Region: Platzmangel und Parkplatzprobleme

Viernheim: Die Eyüp-Sultan-Moschee genügt nach Angaben des Türkisch-Islamischen Kulturvereins seit einigen Jahren nicht mehr den Anforderungen. Daher ist ein Neubau in unmittelbarer Nachbarschaft geplant. Die Unterlagen seien gerade bei der zuständigen Behörde eingereicht worden, teilt Abdulkerim Balci, Beauftragter für interkulturelle Zusammenarbeit, mit. Besonders gravierend sei der Platzmangel an den Wochenenden. Ziel der Gemeinde sei es außerdem, eine repräsentative Moschee zu haben, so Balci: "Die Optik spielt eine wichtige Rolle." Vorgesehen sind drei Stockwerke, zwei Kuppeln sowie ein 24 Meter hohes Minarett. Kosten: rund 1,1 Millionen Euro. Nachdem der Magistrat dem Projekt zugestimmt hatte, entstand im Frühjahr eine vorübergehende politische Diskussion über den Neubau. CDU, FDP und die Wählervereinigung UBV fühlten sich nicht ausreichend informiert. Wenig später gab es eine Sondersitzung des Bau- und Umweltausschusses in der Moschee. Beginnen sollen die Arbeiten, sobald die Genehmigung vorliegt. Wolfram Köhler

Hockenheim: Für die Haci Bayram Camii-Moschee sind wachsende Besucherzahlen ein Problem. "Zu unserem Freitagsgebet kommen durchschnittlich 400 bis 500 Muslime aus der Region", sagt Mehmet Elibol, Sekretär der Türkisch Islamischen Gemeinde Hockenheim. Die Moschee befindet sich im Industriegebiet, vor kurzem hat die Gemeinde dort ein angrenzendes Grundstück mit Gebäude gekauft, um "unseren Parkplatzbedarf und unseren Platzbedarf für religiöse und kulturelle Veranstaltungen für die Zukunft zu sichern." Matthias Mühleisen

Weinheim: Auch die Türkiyem Mevlana Moschee hat ein Parkplatz-Problem. Die Moschee würde hierfür gerne ein angrenzendes Grundstück kaufen, was die Gemeinde bisher verwehrt, da dieses als Grünfläche deklariert ist. In den vergangenen zehn Jahren sei die Besucherzahl stark gestiegen, sagt Hasan Sarica, Vorsitzender der Türkisch-Islamischen DITIB-Gemeinde Weinheim. Er schätzt, dass rund 5000 Besucher pro Monat die Moschee aufsuchen. Den Anstieg führt er auf das erweiterte Kulturangebot und auf das Einzugsgebiet der 2002 eröffneten Moschee zurück: von Laudenbach bis Heddesheim an der Bergstraße umfasst es auch zahlreiche hessische Odenwaldgemeinden. Carsten Propp

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