Politik

Familien Eltern mit bestimmten Jobs müssen weiter arbeiten

Notfallplan für Betreuung

Rhein-Neckar.Familien in Ausnahmesituationen: 57 000 Kitas sowie 43 000 Schulen in Deutschland sind ab dieser Woche geschlossen. Wie soll die Betreuung von Kindern funktionieren, deren Eltern in Supermärkten oder Apotheken arbeiten?

„Für die Berufsgruppen kritischer Infrastrukturen gibt es eine Notfallbetreuung“, informiert eine Sprecherin des Kultusministeriums Baden-Württemberg und beruft sich dabei auf eine Bundesverordnung. Zu diesen Gruppen zählen neben Ärzten und Pflegern unter anderem Apotheker sowie der Lebensmittelhandel. Betroffene können sich an die jeweilige Gemeinde beziehungsweise den Schulträger wenden.

Ähnliche Regelungen gibt es in Hessen. Um Verunsicherungen vorzubeugen, will das hessische Kultusministerium den Lebensmittelhandel nachträglich als betroffene Berufsgruppe in die online veröffentlichte Liste aufnehmen. Rheinland-Pfalz weitet die Regelung generell auf Eltern in Notsituationen aus. Die Betreuung solle allerdings nur im absoluten Notfall in Anspruch genommen werden: „Ziel ist es, dass die Kinder zu Hause bleiben.“

Stefan Hertel, Pressesprecher des Deutschen Handelsverbands, sagt: „Die Landesverbände informieren ihre Mitglieder je nach Regelung im jeweiligen Bundesland über die Möglichkeiten der Betreuung.“ Ähnliches berichtet eine Sprecherin der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. eli (mit dpa)

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