Politik

Westen Erhöhung der Altersbezüge könnte ausfallen

Nullrunde bei Renten?

Archivartikel

Berlin.Nach jahrelangen Rentensteigerungen könnte die Erhöhung der Altersbezüge im kommenden Jahr im Westen Deutschlands ausfallen. Im Osten wird es voraussichtlich lediglich eine Mini-Anhebung um 0,7 Prozent geben. Zu dieser Einschätzung kommt der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Rentenversicherung, Alexander Gunkel. Nach derzeitigem Stand sei davon auszugehen, dass die Renten im Westen nicht steigen werden, sagte er am Donnerstag bei der Bundesvertreterversammlung der Rentenversicherung. Die Beitragszahler müssten nach 2021 auch mit höheren Beiträgen rechnen.

Entscheidung fällt nächstes Jahr

Zum letzten Mal ist es 2010 passiert – im Jahr nach der Finanzkrise – dass eine Rentenerhöhung ausfiel. Seitdem sind die Renten jedes Jahr gestiegen. Auch ab Juli dieses Jahres bekommen die rund 21 Millionen Rentner mehr: im Osten 4,2 und im Westen 3,45 Prozent. Grundlage für die jährliche Anpassung ist unter anderem die Lohnentwicklung im Vorjahr. Die Annahmen gingen nun von sinkenden Durchschnittslöhnen und einer niedrigeren Zahl an Beitragszahlern aus, sagte Gunkel mit Blick auf die Corona-Krise. Er verwies zugleich darauf, dass Rentenkürzungen durch eine Schutzklausel gesetzlich ausgeschlossen seien. Eine Entscheidung über die Rentenanpassung fällt nächstes Jahr. 

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