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Nur jeder Zehnte sieht sich durch Coronavirus gefährdet

Archivartikel

Coronavirus: Gefahr für Gesundheit und wird genug zum Schutz getan?

Seit einigen Wochen verbreitet sich das aus China stammende Coronavirus weltweit, auch Deutsche sind mittlerweile betroffen. Dennoch sieht nur jeder Zehnte (10%) seine Gesundheit durch das Virus gefährdet, 90% sehen keine Gefahr. 

Zudem sind 80% sind der Meinung, dass Deutschland zum Schutz vor dem Virus genug tut, 14% sind der Ansicht, dass nicht genug getan wird (weiß nicht: 6%). 

Coronavirus: Folgen für die Weltwirtschaft

Dass die Ausbreitung des Virus und die damit einhergehenden Schutzmaßnahmen dem weltweiten Handel sehr stark (4%) oder stark (30%) schaden werden, denkt lediglich ein Drittel (34%) der Befragten, 63% sind der Ansicht, dass dies weniger starke (51%) oder keine Auswirkungen (12%) auf die Weltwirtschaft haben wird. 

Wirtschaftliche Lage

Aktuell sind 51% der Meinung, die ökonomische Lage ist gut (Dez: 49%; Jan: 54%), 40% halten sie für teils gut, teils schlecht (Dez: 42%; Jan: 38%), 8% stufen sie als schlecht ein (Dez: 8%; Jan: 7%).  

Weiterhin erwartet eine Mehrheit von jetzt 49% (Dez: 44%; Jan: 51%), dass sich wirtschaftlich demnächst „nicht viel ändern“ wird, 10% (Dez: 10%; Jan: 10%) rechnen mit einem Plus für die deutsche Wirtschaft, 39% (Dez: 44%; Jan: 36%) befürchten eine negative Entwicklung.

Aktuell sprechen 67% der Befragten von einer privat guten ökonomischen Lage (Dez: 68%; Jan: 70%), 27% beschreiben diese mit teils gut, teils schlecht (Dez: 26%; Jan: 25%) und 6% mit „schlecht“ (Dez: 6%; Jan: 5%).   

14% der Bürger erwarten, dass es ihnen in einem Jahr ökonomisch besser gehen wird als heute (Dez: 14%; Jan: 16%), 72% rechnen mit gleichbleibenden Verhältnissen (Dez: 71%; Jan: 70%), 13% befürchten eine Verschlechterung ihrer persönlichen finanziellen Situation (Dez: 14%; Jan: 13%).

Parteikompetenz: Wirtschaft

40% halten die CDU/CSU für die Partei mit der meisten Kompetenz in Wirtschaftsfragen (Dez: 37%; Jan: 39%), nur 8% glauben, dass die SPD im Bereich Wirtschaft den meisten Sachverstand hat (Dez: 8%; Jan: 8%), für 6% haben diesen die Grünen (Dez: 4%; Jan: 6%). Dass keine Partei die wirtschaftlichen Probleme lösen kann, denken 24% (Dez: 24%; Jan: 21%), 15% machen keine Angabe (Dez: 17%; Jan: 17%). 

Nach der Wahl von Thomas Kemmerich zum Ministerpräsidenten in Thüringen hat die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag des ZDF in einem zusätzlichen Politbarometer-Extra am 05. und 6. Februar 2020 weitere 966 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte in Deutschland telefonisch befragt; dabei wurden Festnetz- und Mobilfunknummern berücksichtigt.

CDU-Beschluss: Keine Zusammenarbeit mit Linke bzw. AfD

In der Diskussion um politische Kooperationen der CDU mit der AfD oder der Linken gibt es für die restriktive Abgrenzung gegenüber der AfD eine klare Mehrheit, gegenüber der Linken ist dies nicht der Fall. So finden es 76% aller Befragten und 83% der Unionsanhänger richtig, dass die CDU eine politische Zusammenarbeit mit der AfD ablehnt, 19% (CDU/CSU-Anhänger: 12%) finden das nicht richtig (weiß nicht: jeweils 5%).

Mit Blick auf die Linke finden es dagegen nur 40% aller Befragten richtig, dass sich die CDU gegen Koalitionen bzw. ähnliche Formen der politischen Zusammenarbeit ausspricht, 50% finden das nicht in Ordnung (weiß nicht: 10%). Bei den Unionsanhängern sprechen sich 64% gegen eine Zusammenarbeit der CDU mit der Linken aus, 29% tun dies nicht (weiß nicht: 7%).   

Wahl Kemmerichs mithilfe der AfD-Stimmen

Thomas Kemmerich (FDP) wurde am Mittwoch zum Ministerpräsidenten des Freistaates Thüringen gewählt. Dies war nur möglich, da er neben Stimmen von FDP und CDU auch die Stimmen der AfD-Fraktion erhielt. Dass Kemmerich diese Wahl annahm, obwohl er nur mithilfe der AfD eine Mehrheit erhalten hat, wird von 58% aller Befragten kritisch gesehen, ein Drittel (33%) findet dies in Ordnung, 9% geben dazu kein explizites Urteil ab.

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