Politik

Tankerkrise Vermittlung zwischen Teheran und London

Oman soll schlichten

Archivartikel

Teheran/Washington/Neu Delhi.Im Tankerstreit zwischen Großbritannien und dem Iran soll das Sultanat Oman vermitteln. Die Außenminister des Omans und Irans, Jussuf bin Alawi und Mohammed Dschawad Sarif, würden sich am Samstag in Teheran treffen, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Irna am Freitag. Der Oman hatte bei Streitigkeiten zwischen Teheran und dem Westen in der Vergangenheit wiederholt als Vermittler agiert.

Im Streit zwischen Teheran und London geht es um zwei beschlagnahmte Öltanker. Großbritannien hat am 4. Juli in Gibraltar den Supertanker „Grace1“ mit der Begründung festgesetzt, er habe iranisches Erdöl für Syrien an Bord und damit gegen EU-Sanktionen verstoßen. Der Iran bestreitet das. Am 19. Juli stoppten die iranischen Revolutionsgarden in der Straße von Hormus den britischen Öltanker „Stena Impero“, weil dieser angeblich gegen die maritimen Vorschriften im Persischen Golf verstoßen hatte. Das Schiff ist derzeit im Hafen der Stadt Bandar Abbas in Südiran. Beide Seiten sprechen von „staatlicher Piraterie“.

Unterdessen hat sich US-Außenminister Mike Pompeo nach eigenen Angaben bereit erklärt, den Iran zu besuchen und dort die Politik Washingtons gegenüber der Islamischen Republik zu erläutern. dpa

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