Politik

Pariser Verträge

Archivartikel

Die am 23. Oktober 1954 unterzeichneten Pariser Verträge regelten das Verhältnis zwischen den drei Westmächten USA, Frankreich und Großbritannien sowie Deutschland neu und schufen so die Grundlagen für die westeuropäische Nachkriegsordnung. Die Verträge beendeten das Besatzungsregime in Westdeutschland, bereiteten den Beitritt der Bundesrepublik (und Italiens) zum umgestalteten Brüssler Vertrag vor (Westeuropäische Union) und regelten die Aufnahme der Bundesrepublik Deutschland in das Militärbündnis Nato. Der Weg zu dieser Lösung der deutschen Frage war frei geworden, nachdem die Europäische Verteidigungsgemeinschaft im August 1954 am Gegensatz zwischen den Forderungen Frankreichs und Deutschlands gescheitert war.

Daraufhin regte Großbritannien an, Deutschland in die Nato aufzunehmen und mithilfe der Allianz zu kontrollieren. Durch die Pariser Verträge erlangte Deutschland seine Souveränität zurück, diese blieb jedoch eingeschränkt. Die Westmächte behielten ihre Rechte zur Stationierung von Truppen in Berlin sowie Deutschland als Ganzem, auch in einem wiedervereinten Deutschland. red