Politik

Pandemiefolgen CDU sucht Alternativen zu Stuttgart

Parteitag wackelt

Stuttgart.Wegen der hohen Corona-Infektionszahlen sucht die CDU nach alternativen Veranstaltungsorten für ihren Bundesparteitag, der am 4. Dezember in der Stuttgarter Messe geplant ist. Nach sicheren Informationen unserer Zeitung prüft das Adenauer-Haus im Moment mehrere Varianten, zum Beispiel auch, ob der Parteitag in einem Stadion oder einem anderen Ort stattfinden kann. Eine Möglichkeit wäre Leipzig.

Die Stuttgarter Messe liegt im Landkreis Esslingen. Dieser Kreis hat am Wochenende den Grenzwert für Corona-Neuinfektionen weit überschritten und verzeichnet in Baden-Württemberg die höchsten Werte. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag hier am Sonntag bei 74,4 Ansteckungen pro 100 000 Einwohner. Die Einstufung als Risikogebiet gilt zunächst für vier Wochen. Denkbar wäre, auf eine Verbesserung der Infektionslage zu hoffen. Sollte diese aber nicht eintreten, müsste der Parteitag ersatzlos abgesagt werden.

Endgültig über den Standort entscheiden will die Parteiführung bei der Sitzung des Bundesvorstands am 26. Oktober. Das Programm des Parteitags, der für die Wahl des Nachfolgers der Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer notwendig ist, wurde schon stark verkürzt. 

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