Politik

Ukraine Heiko Maas begrüßt „Zeichen der Entspannung“

Poker um festgesetzte Matrosen

Brüssel/Kiew.Bundesaußenminister Heiko Maas hat es begrüßt, dass Russland wieder Schiffe durch die Meerenge von Kertsch zu ukrainischen Häfen fahren lässt. Dies sei ein guter Schritt, sagte der SPD-Politiker gestern am Rande eines Nato-Treffens in Brüssel. Russland müsse nun aber auch die gefangen genommenen ukrainischen Staatsbürger sofort wieder freilassen. Nur so könne der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine deeskaliert werden.

Die ukrainische Generalstaatsanwalt hat einen Austausch von verurteilten Russen vorgeschlagen, wenn Russland im Gegenzug die festgesetzten Matrosen gehen lässt. „Wir haben einen ausreichenden Austauschfonds: mehr als 300 Personen, die wegen antistaatlicher Aktivitäten verurteilt worden waren“, sagte Generalstaatsanwalt Juri Luzenko gestern. Die 24 Matrosen waren bei dem Zwischenfall vor gut einer Woche vor der Meerenge von Kertsch vom russischen Grenzschutz festgesetzt worden.

Unterdessen hat sich der ukrainische Präsident mit den Familien der Seeleute getroffen. Auf Twitter veröffentlichte er ein Foto und schrieb dazu: „Russland sollte unsere Seeleute freilassen. Das ist die wichtigste Voraussetzung.“ Bei einem Prozess in Russland drohen den Matrosen bis zu sechs Jahre Haft. Moskau wirft ihnen illegalen Grenzübertritt vor. Poroschenko kündigte an, Russland vor dem Internationalen Gerichtshof zu verklagen. PetroPoroschenkodpa