Politik

Politische Stimmung im Februar: Interesse an Euopawahl

Archivartikel

Abhängigkeit von russischem Erdgas

Die Frage, ob die Europäische Union zu stark von russischem Erdgas abhängig ist, wird von den Deutschen, im Vergleich zu vor zehn Jahren, nicht eindeutig beantwortet. Im Mai 2009 sprachen mehr als drei Viertel (76%) von einer zu starken Abhängigkeit der Europäischen Union von russischem Erdgas, aktuell sind es 45%. 47% verneinen dies (Mai-I 2009: 19%) und 8% sagen „weiß nicht“ (Mai-I 2009: 5%). Während die Frage in Ostdeutschland eher mit „nein“ beantwortet wird (56%; ja: 38%), sehen in Westdeutschland 47% eine zu starke Abhängigkeit der EU von russischen Gaslieferungen und 44% sehen das nicht. 

US-Strafzölle auf deutsche Autos: Folgen für die deutsche Wirtschaft

Nach den Drohungen von US-Präsident Trump, Strafzölle auf deutsche Autos einzuführen, glauben knapp zwei Drittel der Befragten (63%), dass die deutsche Wirtschaft dadurch einen starken (51%) oder sehr starken (12%) Schaden nehmen würde. Nach Meinung von einem Drittel wird das die deutsche Wirtschaft weniger stark (30%) oder überhaupt nicht (3%) treffen (weiß nicht: 4%). 

Gegen wen muss sich Europa zukünftig am stärksten zur Wehr setzen?

Befragt, gegen welche der drei Weltmächte sich Europa zukünftig am stärksten zur Wehr setzen muss, nennen 45% die USA, 31% China und 16% Russland (weiß nicht: 8%). 

Rücknahme von deutschen IS-Kämpfern

In der letzten Woche hat US-Präsident Trump u.a. von Deutschland gefordert, dass IS-Terroristen, die in Syrien oder dem Irak gefangen genommen wurden, von ihren Herkunftsländern zurückgenommen werden. Dass Deutschland IS-Kämpfer mit deutschem Pass zurückholt und hier vor Gericht stellt, befürworten 61% aller Befragten, 32% sind der Ansicht, sie sollen vor Ort bleiben, auch wenn sie dort möglicherweise freigelassen werden. In allen Parteianhängerschaften, außer bei der AfD, sind Mehrheiten für eine Rücknahme deutscher IS-Kämpfer.  

Rücknahme von deutschen IS-Kämpfern

In der letzten Woche hat US-Präsident Trump u.a. von Deutschland gefordert, dass IS-Terroristen, die in Syrien oder dem Irak gefangen genommen wurden, von ihren Herkunftsländern zurückgenommen werden. Dass Deutschland IS-Kämpfer mit deutschem Pass zurückholt und hier vor Gericht stellt, befürworten 61% aller Befragten, 32% sind der Ansicht, sie sollen vor Ort bleiben, auch wenn sie dort möglicherweise freigelassen werden. In allen Parteianhängerschaften, außer bei der AfD, sind Mehrheiten für eine Rücknahme deutscher IS-Kämpfer.  

Interesse an der Europawahl

Drei Monate vor der Wahl des Europäischen Parlaments liegt das Interesse für diese Wahl bei 44% (starkes/sehr starkes Interesse) und damit deutlich höher als im Februar 2014. 44% geben an, sich weniger stark dafür zu interessieren und 12% der Deutschen haben kein Interesse. In Ostdeutschland ist das Interesse deutlich geringer ausgeprägt (starkes/sehr starkes Interesse: 30%) als in Westdeutschland (starkes/sehr starkes Interesse: 48%)   Wäre in Deutschland schon am kommenden Sonntag Europawahl, könnte die Union nach unserer Projektion – die neben Langfrist-Bindungen vor allem auch das spezifische Beteiligungs- und Abstimmungsverhalten auf dieser Wahlebene beachtet – mit 33% der Stimmen rechnen. Die SPD käme auf nur 18%. Die Grünen würden 19% erreichen, die Linke läge bei 8%. Die AfD würde 10% und die FDP 6% erzielen, die diversen sonstigen Parteien kämen zusammen auf 6%.

Politbarometer Teil 1: Zur politischen Stimmung Ende Februar geht es hier.

 Politbarometer Teil 2: Zu den wichtigsten Themen in Deutschland geht es hier.

* Rundungsbedingt müssen sich die Prozentwerte nicht unbedingt auf 100% addieren und die Abweichungen zur letzten Umfrage nicht gegenseitig aufheben. Der Fehlerbereich beträgt bei 1.250 Befragten und einem Anteilswert von 40% rund +/- drei Prozentpunkte und bei einem Anteilswert von 10% rund +/- zwei Prozentpunkte.  

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