Politik

Hambacher Forst Baumhäuser von Aktivisten dürfen bleiben

Polizei räumt Barrikaden

Kerpen.Die Polizei hat bei einem größeren Einsatz im Hambacher Forst mehrere Aufbauten auf Wegen beseitigt. Das Ziel der Aktion sei damit grundsätzlich erreicht worden, teilte ein Polizeisprecher am Dienstag mit. Die Wege durch den Wald müssten frei gehalten werden, da dieser sonst für Streifen- oder auch Rettungswagen nicht mehr passierbar sei. Den Angaben zufolge waren mehrere Hundertschaften im Einsatz. Kohle-Gegner verurteilten die Aktion als unnötige Provokation. Die Barrikaden stellten für niemanden eine Gefahr dar. „Das sieht nach einem typischen Fall von polizeilicher Schikane aus“, sagte „Ende Gelände“-Sprecherin Ronja Weil.

Zu größeren Zwischenfällen kam es nach Angaben der Polizei nicht. Sie hatte von Beginn an betont, dass es nicht um die Räumung von Baumhäusern gehe. Waldbesetzer hätten aber teilweise bis zu 15 Meter hohe Strukturen aus Baumstämmen mit Plattformen auf den Waldwegen errichtet. Die Zahl der Waldbesetzer schwankt nach Polizeiangaben, bewegt sich aber um die Marke von 100 Personen. Sie kämen aus einem breiteren politischen Spektrum, unter anderem aus der anarchistischen und aus der Umweltszene. Die Waldbesetzer haben an die 100 neue Baumhäuser errichtet. 

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