Politik

Italien Parteien nähern sich langsam an

Präsident gewährt Zeit

Archivartikel

Rom.Auf der Suche nach einer Regierung in Italien zeichnet sich eine Annäherung zwischen der bisher regierenden Fünf-Sterne-Bewegung und den Sozialdemokraten ab. Staatspräsident Sergio Mattarella sicherte den Parteien nach ersten Gesprächen am Donnerstag mehr Zeit für Verhandlungen zu, um eine Lösung aus der Krise zu finden und eine Neuwahl abzuwenden. Am Dienstag gehen die Konsultationen in eine neue Runde.

Verschiedene Parteien hätten ihn um mehr Zeit gebeten, um über eine alternative Mehrheit im Parlament zu verhandeln, sagte Mattarella nach zweitägigen Gesprächen in Rom. Es sei seine Pflicht, schnelle Entscheidungen zu verlangen – der Bitte nach mehr Zeit müsse er aber dennoch nachkommen. Das Staatsoberhaupt machte deutlich, dass eine Neuwahl nur der äußerste Ausweg aus der Krise ist. Wahlen sieht die Verfassung nur alle fünf Jahre vor. Wählen lassen will vor allem einer – und zwar schnell: der bisherige Innenminister Matteo Salvini, der die Regierung aus seiner rechten Lega und der Fünf-Sterne-Bewegung vor zwei Wochen in die Krise gestürzt hatte. Er dringt auf eine Neuwahl schon im Herbst. dpa

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