Politik

Asien Proteste gegen Besuch Donald Trumps in Manila

Präsident übt keine Kritik

Manila.US-Präsident Donald Trump hat bei seinem Philippinen-Besuch darauf verzichtet, den brutalen Anti-Drogen-Kampf von Staatschef Rodrigo Duterte mit Tausenden Toten zu brandmarken. Das Thema Menschenrechte kam nach Angaben des Weißen Hauses bei einem Treffen der beiden Präsidenten gestern nur "kurz" zur Sprache. Die philippinische Seite behauptete sogar, es habe gar keine Rolle gespielt.

Trump hält sich zu einem Südostasien-Gipfel noch bis heute in Manila auf, der letzten Station einer Asien-Reise. Zum Auftakt des Gipfels der Gemeinschaft Südostasiatischer Staaten (Asean) gab es massive Proteste. Etwa 1000 linke Demonstranten zogen durch die Straßen Manilas. Dem standen rund 500 Polizisten gegenüber. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein. Trump-Gegner verbrannten eine Figur des US-Präsidenten, die ihn mit vier Armen in Form eines Hakenkreuzes zeigte.

Am Rande des Gipfels trafen sich Trump und Duterte zu einem etwa 40-minütigen Zweiergespräch. Zuvor war der US-Präsident von vielen Seiten aufgefordert worden, dabei auch die Todesschwadronen auf den Philippinen anzusprechen. (dpa)

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