Politik

Rasche Hilfe für Landwirte

Archivartikel

Bundesagrarministerin Julia Klöckner hat rasche Hilfen für Viehhalter in Aussicht gestellt, denen wegen der wochenlangen Dürre Engpässe beim Futter drohen. „Da werden wir schneller aktiv sein müssen“, sagte die CDU-Politikerin gestern in Berlin. Sie rief die Länder auf, Hilfsprogramme vorzulegen, damit der Bund dabei flankierend zur Seite stehen könne. Angesichts von Forderungen des Bauernverbands nach Milliarden-Nothilfen bekräftigte Klöckner, bei den Ackerbauern müsse die tatsächliche Erntebilanz vorliegen. Diese wird für Ende August erwartet. Die Schäden seien je nach Region in Deutschland sehr unterschiedlich, benötigt würden valide Daten.

Dem widerspricht der Bauernverband: Statt zunächst geschätzter 41 Millionen Tonnen sei nur mit einer Menge von rund 36 Millionen Tonnen zu rechnen, teilte der Bauernverband gestern in einer neuen Zwischenbilanz der laufenden Ernte mit. „Viele Bauern brauchen jetzt eine schnelle Unterstützung“, forderte Bauernpräsident Joachim Rukwied. „Die aus unserer Sicht eindeutigen Zahlen lassen eine grundsätzliche Entscheidung über Dürrehilfen schon jetzt zu.“ 

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