Politik

SPD Sarrazin steht erneut vor Schiedsgericht der Partei

„Rauswurf scheitert“

Berlin.Der frühere Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin (Bild) geht davon aus, dass sein von der SPD-Spitze wegen umstrittener Thesen zum Islam betriebener Rauswurf aus der Partei scheitert. „Ich habe wissenschaftliche Sachbücher geschrieben“, sagte der 74-Jährige am Freitag anlässlich einer Berufungsverhandlung eines Parteigerichts in Berlin. Bisher habe niemand aus der SPD-Führung belegen können, was daran sachlich falsch sei. „Ich lasse mir meinen Ruf als Sachbuchautor nicht kaputtmachen.“

Am Freitagabend wollte das Schiedsgericht der Berliner SPD darüber beraten, ob Sarrazin die Partei schädigte und ausgeschlossen werden darf. Dies hatte die SPD-Führung beantragt. Die Entscheidung in dem Berufungsverfahren wird nach der mündlichen Verhandlung innerhalb von drei Wochen gefällt. In erster Instanz war das Gericht des SPD-Kreisverbandes im Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf, in dem Sarrazin Mitglied ist, dem Antrag der SPD-Spitze gefolgt. Seine Thesen seien rassistisch und hätten der Partei schweren Schaden zugefügt. Sarrazin wies das zurück und legte Berufung ein. dpa (Bild: dpa)

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