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Regelbetrieb mit kleinen Änderungen

Archivartikel

Mannheim.„Die Patienten werden aktuell ganz normal behandelt“, sagt Dirk Schuhmann, Pressesprecher des Universitätsklinikums Mannheim (UMM), zu den Auswirkungen des Coronavirus auf den alltäglichen Klinikbetrieb. „Wichtig ist, dass man sie von potenziell infektiösen Patienten fernhält.“ Das gelte jedoch nicht nur für das Coronavirus, sondern genauso für herkömmliche Grippeviren. Bisher habe man nicht festgestellt, dass Menschen Kliniken aus Angst vor Ansteckung meiden.

Da das UMM seinen Bestand an Schutzausrüstung bereits vor Wochen aufgestockt habe, sei man in diesem Bereich gut ausgestattet, so Schuhmann weiter. Dass Desinfektionsmittel aus Krankenhäusern entwendet werde, sei indes kein neues Phänomen. Dabei reiche gründliches Händewaschen im Normalfall als Hygienemaßnahme aus.

Separate Eingänge

Auch am Universitätsklinikum Heidelberg läuft der Regelbetrieb in den Ambulanzen und Stationen aktuell ganz normal weiter, wie Pressesprecherin Doris Rübsam-Brodkorb mitteilt. Dort wurden Sicherungsmaßnahmen ergriffen, um Desinfektionsmittel vor Diebstahl zu schützen.

An den Eingängen der Kliniken der Gesundheitszentren Rhein-Neckar in Schwetzingen, Weinheim, Eberbach und Sinsheim sind Schilder aufgestellt worden, die darauf hinweisen, dass sich Personen mit typischen Grippesymptomen an einem separaten Eingang melden sollen, wie Pressesprecherin Stefanie Müller berichtet. Dadurch würden sich möglicherweise Infizierte nicht mit andern Notfallambulanz-Patienten vermischen.

Die Versorgung im Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim und im Krankenhaus Tauberbischofsheim läuft ebenfalls normal weiter, so der Kaufmännische Direktor Michael Schuler. Allerdings wurden ähnlich wie in anderen Kliniken in der Region die Besuchsregelungen verschärft: Erkältete Personen dürfen Patienten nicht mehr besuchen, und die Zahl der Besucher wurde auf täglich eine Person begrenzt. Für mögliche Coronavirus-Patienten würden Isolierzimmer freigehalten.

Nach Symptomen befragt

Das Lampertheimer St.-Marienkrankenhaus hält in den Abend- und Nachtstunden seine Eingänge geschlossen, um Patienten und Mitarbeiter vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen. Patienten, die mit akuten Beschwerden kommen, werden am Haupteingang zunächst über die Gegensprechanlage nach ihren Symptomen befragt. Das erklärt Geschäftsführer Andreas Hofmann. Ziel sei es, Corona-Verdachtsfälle aus dem regulären Klinikbetrieb möglichst herauszuhalten. (mit swa)

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