Politik

Berg-Karabach Armenien und Aserbaidschan beenden Kämpfe

Russische Friedenstruppen sollen Waffenruhe sichern

Archivartikel

Baku/Eriwan/Paris.Frankreich fordert nach der Vereinbarung zwischen Armenien und Aserbaidschan über ein Ende der Kämpfe um die Konfliktregion Berg-Karabach eine langfristige politische Lösung, bei der die Interessen der Armenier gewahrt werden. Paris setze seine Gespräche mit Russland aktiv fort, um zu einem dauerhaften Abkommen zu gelangen, hieß es am Montag aus dem Präsidentenpalast.

Nach mehr als sechs Wochen schwerer Gefechte in der Südkaukasus-Republik Berg-Karabach hatten sich Armenien und Aserbaidschan in der Nacht zum Dienstag auf ein Ende aller Kampfhandlungen verständigt. Die Vereinbarung kam unter Vermittlung von Russlands Präsidenten Wladimir Putin zustande. Die neue Waffenruhe trat bereits in Kraft. Russische Friedenstruppen sollen sie den Angaben zufolge überwachen. In Armenien kam es indes kurz nach der Übereinkunft zu Ausschreitungen.

Der aserbaidschanische Staatschef Ilham Aliyev sagte, der Einsatz von Friedenstruppen sei vorerst auf fünf Jahre begrenzt. Er könne jedoch verlängert werden, wenn sowohl Armenien als auch Aserbaidschan dem zustimmten.

Rückkehr von Flüchtlingen

Die Vereinbarung sieht zudem einen Gefangenenaustausch vor. Darüber hinaus sollen die Leichen getöteter Soldaten übergeben werden. Flüchtlinge sollen unter Aufsicht der Vereinten Nationen in ihre Heimat zurückkehren. Aserbaidschan und Armenien hätten sich verpflichtet, ihre aktuellen Positionen einzufrieren, sagte Putin weiter.

Der Führer der nicht anerkannten Republik Karabach, Araik Arutjunjan, verteidigte die Übereinkunft. „Die entstandene schwere Situation berücksichtigend und ausgehend von der Notwendigkeit, weitere große menschliche Verluste und den vollständigen Verlust von Karabach zu vermeiden, habe ich meine Zustimmung zur Beendigung des Krieges gegeben“, schrieb der 46-Jährige bei Facebook. 

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