Politik

Schäuble vergleicht Chemnitz mit Kandel

Archivartikel

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble plädiert in der Flüchtlingsdebatte für mehr Realismus. „Wir sollten uns klar machen, wie schwer es ist, im Einzelfall abzuschieben. Deswegen sollten wir auch nicht allzu stark die Hoffnung schüren, dass wir die Großzahl dieser Menschen zurückführen können“, sagte der CDU-Politiker der „Welt am Sonntag“. Mit Blick auf Proteste von Rechtsextremen unter anderem im sächsischen Chemnitz sagte er: „Ich akzeptiere nicht, dass daraus ein Ost-West-Problem gemacht wird.“ Der frühere Innen- und Finanzminister verwies auf ähnliche Vorfälle in der Pfalz. „Die Einwohner von Kandel erleben in letzter Zeit ständig Demonstrationen von rechtsgerichteten Personen – oft gegen den Willen der Kandeler. Kein Mensch kommt auf die Idee zu fragen: Was hat die Pfalz falsch gemacht?“ dpa