Politik

Missbrauch Katholische Kirche will im Frühjahr Klarheit

Schmerzliche Erkenntnisse

Trier.Die katholische Kirche in Deutschland erwartet bei der geplanten Aufarbeitung des Missbrauchsskandals durch unabhängige Experten schmerzliche Erkenntnisse. Der Beauftragte der Deutschen Bischofskonferenz für Fragen des sexuellen Missbrauchs, der Trierer Bischof Stephan Ackermann, sagte am Donnerstag, unabhängige Untersuchungen würden „auch zu Enttäuschung gegenüber Personen führen, die Verantwortung getragen haben“. Das gehöre aber zum Prozess dazu. „Es wird jetzt weiter schmerzlich und schwierig bleiben.“

Ackermann zeigt sich optimistisch, dass die Bischöfe im Frühjahr eine „abgestimmte Klarheit“ über die unabhängige Aufarbeitung in den einzelnen Bistümern finden würden. Ende November 2019 hatte Ackermann mit dem Unabhängigen Beauftragten für Fragen sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig, bereits Eckpunkte für eine einheitliche und transparente Herangehensweise vereinbart.

Auch in der Debatte um Entschädigungen für Opfer müsse eine Lösung gefunden werden: Ackermann geht davon aus, dass die Bischöfe im Frühjahr „eine Weiterentwicklung“ des Entschädigungskonzepts beschließen. Die Finanzierung müsse noch besprochen werden. 

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