Politik

Attacke Macron spricht von „abscheulichem Angriff“

Schüsse vor französischer Moschee

Archivartikel

Bayonne.Ein 84-Jähriger hat vor einer Moschee im Südwesten Frankreichs das Feuer eröffnet und zwei Menschen schwer verletzt. Die Polizei nahm den mutmaßlichen Schützen kurze Zeit später am Montagnachmittag an seinem Wohnhaus fest. Der Mann hat sich in der Vergangenheit politisch bei den Rechten engagiert. Staatschef Emmanuel Macron nannte die Tat einen „abscheulichen Angriff“.

Der Schütze hatte zunächst versucht, vor der Tür der Moschee in Bayonne Feuer zu legen. Dabei war er von zwei Männern überrascht worden und und schoss auf sie, wie die zuständige Präfektur mitteilte. Bei den Opfern handelt es sich um einen 74- und einen 78-Jährigen.

Motiv zunächst unklar

Der Schütze zündete außerdem ein Auto an und flüchtete anschließend. Er wurde an seinem Wohnhaus wenige Kilometer entfernt in Saint-Martin-de-Seignanx aufgegriffen. Medienberichten zufolge hatte er eine Gasflasche in seinem Auto, auch vor der Moschee sei Brandbeschleuniger gefunden worden.

Zum Motiv des Täters gab es zunächst keine Informationen. Er war bis 2015 Mitglied der rechtsextremen Partei Front National (heute: Rassemblement National), wie ein Sprecher bestätigte. Allerdings sei er dann ausgeschlossen worden. Medienberichten zufolge hat er in der Vergangenheit bei einer Regionalwahl kandidiert. Parteichefin Marine Le Pen erklärte kurz nach der Tat auf Twitter, dass es sich um einen „unvertretbaren Akt“ handle. dpa

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