Politik

Bildung Neue Konzepte bereichern kaum den Unterricht

Schulen zu wenig digital

Gütersloh.Der Wille zum digitalen Lernen ist laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung nicht nur bei den Schülern längst angekommen. Auch Lehrer und Schulleiter begrüßen die neuen Technologien. Etwa 70 Prozent von ihnen sind davon überzeugt, dass digitale Medien ihre Schule attraktiver machen. Allerdings glauben nur 23 Prozent, dass diese das Lernergebnis auch verbessern. Und nur zehn Prozent der Lehrer setzen auf digitale Medien, die individuelles Lernen fördern.

Für besseres digitales Lernen fehlt es laut Studie an Konzepten, Weiterbildung und Technik - nicht nur bei der Stärke der drahtlosen Internetverbindung (WLAN) in der Schule. Nur jeder dritte Lehrer ist mit der Bandbreite des Internet-Zugangs zufrieden. 20 Prozent geben an, kein WLAN an der Schule zu haben. 80 Prozent der Schüler dagegen geben an, dass sie durch Lernvideos, Internetrecherche und digitale Präsentationen aktiver und aufmerksamer sind. "Schule nutzt das pädagogische Potenzial des digitalen Wandels noch nicht", sagt Jörg Dräger, Vorstand der Bertelsmann-Stiftung. "Digitale Medien können dabei helfen, pädagogische Herausforderungen wie Inklusion, Ganztag oder die Förderung lernschwacher Schüler zu bewältigen." dpa