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„Schwarze Liste“ löst Kritik aus

Archivartikel

Berlin/Görlitz.Als „demokratiefeindlich“ hat der Deutsche Journalistenverband (DJV) den Plan des AfD-Bundestagsabgeordneten Tino Chrupalla verurteilt, eine „schwarze Liste für unseriöse Pressevertreter“ zu erstellen. Die AfD-Parteispitze habe offensichtlich ein Problem mit unabhängiger Berichterstattung, sagte der DJV-Vorsitzende Frank Überall dem „Handelsblatt“. Dass Journalisten als Feindbilder gebrandmarkt würden, sei „ein bewusster Angriff auf die Pressefreiheit“. Der „Leitfaden“ Chrupallas war Ende vergangener Woche bekannt geworden. Darin ruft der AfD-Politiker aus Sachsen unter anderem zur Vorsicht im Umgang mit der Presse auf und erklärt, dass „unseriösen“ Journalisten Informationen verweigert werden sollen. Der AfD-Landeschef Jörg Urban ließ eine dpa-Anfrage zu dem Schreiben Chrupallas unbeantwortet. dpa