Politik

Drohungen Durchsuchungen auch in Baden-Württemberg

Sieben Beschuldigte ermittelt

München.Bei den Durchsuchungen in vier Bundesländern wegen rechtsextremer Drohschreiben gibt es insgesamt sieben Beschuldigte. Sechs der Personen seien vorläufig festgenommen worden, teilte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Mittwoch in München mit.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen seien die sechs Verdächtigen wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Der siebte Beschuldigte sei bislang noch nicht angetroffen worden.

Rund 120 Beamte im Einsatz

Die insgesamt 23 Schreiben vom Juli enthielten unter anderem Drohungen zu Sprengstoffanschlägen und richteten sich gegen Moscheen, Parteizentralen, Medien und andere Einrichtungen. Auch die Yavuz-Sultan-Selim-Moschee in Mannheim war betroffen. Die Durchsuchungen mit rund 120 Beamten liefen Behördenangaben nach seit dem frühen Morgen in insgesamt sieben Objekten in Bayern, Baden-Württemberg, Thüringen und Sachsen-Anhalt.

In Bayern erfolgten drei Durchsuchungen: jeweils eine in Oberbayern, Niederbayern und Oberfranken. In Baden-Württemberg fanden die Aktionen in zwei Objekten in der Region Stuttgart und im Landkreis Sigmaringen statt, in Sachsen-Anhalt und Thüringen gab es jeweils eine Durchsuchung.

Unterzeichnet waren die Drohschreiben mit „Volksfront“, „Combat 18“ oder „Blood and Honour“. Das Neonazi-Netzwerk „Blood & Honour“ (Blut und Ehre) ist verboten. Die gewaltbereite rechtsextreme Organisation „Combat 18“ gilt als bewaffneter Arm von „Blood and Honour“ und ist in mehreren europäischen Ländern aktiv. 

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