Politik

Union CSU-Chef stellt Biografie des Ministerpräsidenten vor

Söder lobt Laschet

Archivartikel

Berlin.Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die Zusammenarbeit mit seinem nordrhein-westfälischen Amtskollegen Armin Laschet (CDU) in der Corona-Krise gewürdigt. Laschet und er arbeiteten gut zusammen, auch wenn es in der Krise hie und da unterschiedliche Einschätzungen gegeben habe, sagte Söder am Mittwoch in Berlin bei der Vorstellung einer neu erschienenen Biografie von Laschet („Der Machtmenschliche“). Zu Beginn der Pandemie war ganz offensichtlich, dass beide unterschiedliche Positionen bei den Gegenmaßnahmen vertraten und daraus auch kein Hehl machten. Söder machte deutlich, in der Politik könne es zwar Freundschaften geben, aber zuerst gehe es um Interessen und Ideen, die man auch durchsetzen wolle.

Er habe Armin Laschet nicht unterschätzt, sagte Söder auf eine entsprechende Frage des Moderators Jörg Quoos, Chefredakteur der Berliner Funke-Zentralredaktion. Und dann fügte er anerkennend hinzu, die Wahlen in NRW müsse man zuerst mal gewinnen. Es gab immer wieder Spekulationen, dass Söder Laschet für die Unions-Kanzlerkandidatur für ungeeignet halte. Wer im Dezember CDU-Vorsitzender und wer danach Kanzlerkandidat der Union werde, sei noch völlig offen, bekräftigte der CSU-Chef. Die derzeitigen Umfragewerte gäben keinerlei Hinweis auf die Situation im Herbst und im nächsten Jahr. Söder verwies darauf, dass ein Gutteil der Zustimmung zur Union der wieder erstarkten Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zu verdanken sei. 

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