Politik

Bildung Viele Kinder und Jugendliche besitzen mittlerweile Mobiltelefone / Frankreich geht jetzt gegen die Nutzung im Unterricht streng vor

Sollten Handys an Schulen verboten werden?

Archivartikel

In Frankreich sollen Mobiltelefone an Schulen verschwinden. Ein Schritt, den die für Bildung zuständigen Bundesländer nicht gehen wollen. Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz haben sich gegen eine Verbannung ausgesprochen. Doch sollten Handys generell verboten werden?

Kein Getippe, keine Selfies, endlich mehr Aufmerksamkeit im Unterricht. Manch ein Lehrer würde wohl vor Freude mit der Zunge schnalzen, sollte es zu einem Handy-Verbot an deutschen Schulen kommen. Und das hätte durchaus etwas Gutes, da viele Schüler bei vermeintlich langweiligen Stunden – wie Mathe oder Physik – gerne mal nachschauen, welches Urlaubsfoto die Freundin gerade bei Instagram hochgeladen hat oder was in der Facebook-Welt so passiert.

Der Blick auf ein Klassenzimmer voller tippender Schüler kann unfassbar frustrierend sein. Das hätte dann auch Auswirkungen für deren Lehrfähigkeit und Motivation, um den Unterricht ansprechend zu gestalten. Dies führt dann wiederum zu weniger Aufmerksamkeit und das zu schwächeren Leistungen der Schüler.

Ein weiterer Vorteil: Es würde auch endlich wieder zu Gesprächen zwischen den Kindern untereinander kommen. Kein Schüler würde während der Pause auf sein Handy gaffen, sondern sich mit seinen Klassenkameraden austauschen, einen Spaziergang machen oder möglicherweise sogar auf dem Pausenhof spielen.

Trotzdem sollte generell gewährleistet sein, dass der Kontakt mit Eltern oder anderen Familienangehörigen im Notfall möglich sein muss – das müssen die Schulen leisten! Am besten mit einer ständigen Erreichbarkeit des Sekretariats – zu jeder Schulstunde. Möglicherweise können Handys sogar mitgeführt werden, wenn sichergestellt ist, dass mobile Datenverbindungen auf dem Schulgelände ausgeschaltet bleiben. Dann kann im Notfall mit einem Anruf oder einer SMS reagiert werden.