Politik

WHO Mehr Zusammenarbeit nach US-Austritt gefordert

Spahn besorgt

Archivartikel

Berlin/Washington.Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die offizielle Austrittsankündigung der USA aus der Weltgesundheitsorganisation WHO als „herben Rückschlag“ bezeichnet. Die weltweite Infektionsdynamik zeige, dass koordiniertes Vorgehen wichtig sei, schrieb der CDU-Politiker auf Twitter. „Wir brauchen mehr Zusammenarbeit im Kampf gegen Pandemien, nicht weniger. EU-Staaten werden Reformen für stärkere WHO anstoßen.“

Die USA haben mitten in der Corona-Pandemie ihre Austrittsankündigung aus der UN-Koordinierungsbehörde eingereicht. Einen Tag nach der Ankündigung verzeichnete das Land erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie mehr als 60 000 Neuinfektionen an einem einzelnen Tag. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität (JHU) vom Mittwoch lag die Zahl der am Vortag registrierten Neuansteckungen bei 60 021. Den zuvor höchsten Wert verzeichnete JHU mit gut 54 000 Fälllen am vergangenen Donnerstag.

Bis November könnten nach einem weithin beachteten Modell des Instituts IHME der Universität Washington in Seattle in den USA insgesamt rund 208 000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus sterben. 

Zum Thema