Politik

Rechtsextremismus Sachsens Vize erhielt Gewehrattrappe

SPD-Politiker bedroht

Archivartikel

Berlin.Nach dem mutmaßlich rechtsextremistischen Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU) sorgt die massive Bedrohung eines weiteren Politikers für Unruhe. Wie jetzt bekannt wurde, wurde dem stellvertretenden sächsischen Ministerpräsidenten Martin Dulig bereits im Mai von Unbekannten eine Sturmgewehr-Attrappe an seine Privatadresse geschickt. „Bedrohungen, Beleidigungen und Beschimpfungen gegen mich nehmen seit 2015 spürbar zu“, sagte der Wirtschaftsminister und SPD-Landeschef am Samstag. „Der jetzige Fall ist ein neuer, inakzeptabler Höhepunkt.“

Nach Ansicht von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Deutschland beim Rechtsextremismus nicht genug hingeschaut. „Wenn es eine Vernachlässigung gibt, dann glaube ich die, dass wir nicht genügend aufmerksam waren, was sich da am ganz rechten Rand tatsächlich tut“, so Steinmeier. dpa