Politik

Landtagswahl In Brandenburg beginnen Sondierungsrunden

SPD sucht Partner

Archivartikel

Potsdam.Vier Tage nach der Landtagswahl hat die SPD in Brandenburg die Suche nach einem neuen Koalitionspartner begonnen: unter schwierigen Vorzeichen. Zur ersten Sondierungsrunde trafen sich die Sozialdemokraten am Donnerstag in Potsdam mit der CDU, in der ein Machtkampf gegen Landes- und Fraktionschef Ingo Senftleben im Gang ist. Nach der CDU wollte die SPD mit der Linken sprechen, ihrem bisherigen Koalitionspartner.

Senftleben betonte vor Beginn der Gespräche seinen Willen zur Stabilität. „Ich werde meinen Beitrag dazu leisten, dass wir ein verlässlicher Partner in einer Regierung werden können“, sagte er. Er gehe positiv in die Runde. „Wir haben fünf Jahre vor, gemeinsam auch vernünftig zu arbeiten.“

Die CDU im Landtag hat die Wahl der Fraktionsspitze auf den kommenden Dienstag vorgezogen – davon hängt nun viel ab. Die Abgeordneten Saskia Ludwig und Frank Bommert fordern nach dem Wahldebakel den Rücktritt von Senftleben. Bommert will als Fraktionschef kandidieren.

Die SPD wurde bei der Landtagswahl trotz Einbußen stärkste Kraft vor der AfD. Ein rot-grün-rotes Bündnis und eines aus SPD, CDU und Freien Wählern hätte eine Stimme Mehrheit, ein rot-schwarz-grünes sechs Stimmen Mehrheit. Theoretisch wäre auch ein Bündnis aus SPD, CDU und Linken möglich. 

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