Politik

Statistik Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherung profitieren von guter Konjunktur

Staat baut Schulden ab

Archivartikel

Wiesbaden.Die gute Konjunktur hat die Schulden der öffentlichen Haushalte in Deutschland im ersten Halbjahr dieses Jahres weiter gedrückt. Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherung einschließlich aller Extrahaushalte waren Ende Juni mit rund 1,93 Billionen Euro verschuldet. Das waren 2,3 Prozent oder 46,5 Milliarden Euro weniger als im selben Zeitraum des Vorjahres, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden gestern auf der Basis vorläufiger Erhebungen mitteilte. Im Vergleich zum Ende des ersten Quartals dieses Jahres verringerte sich der Schuldenstand um 0,8 Prozent oder um 14,7 Milliarden Euro.

Die Verschuldung des Bundes sank gegenüber dem Ende des zweiten Quartals 2017 um 21,0 Milliarden Euro oder 1,7 Prozent auf 1,22 Billionen Euro. Einen prozentual stärkeren Rückgang schafften die Länder. Sie standen zur Jahresmitte mit 574,5 Milliarden Euro in der Kreide. Dies entspricht einer Abnahme um 3,6 Prozent oder 21,4 Milliarden Euro. Den stärksten Abbau gab es in Sachsen (minus 19,5 Prozent), gefolgt von Baden-Württemberg (minus 15,9 Prozent.

Der Schuldenstand der Gemeinden und Gemeindeverbände verringerte sich gegenüber dem Vorjahresquartal um 2,9 Prozent oder 4,1 Milliarden Euro auf 136,5 Milliarden Euro. Mit Ausnahme von Baden-Württemberg und dem Saarland haben die Gemeinden aller Länder Schulden reduziert. Die Sozialversicherung war mit 403 Millionen Euro verschuldet – 7,1 Prozent oder 31 Millionen Euro weniger als im Vergleichszeitraum.