Politik

AfD Landeschef der Jugend verärgert Alexander Gauland

Stauffenberg verunglimpft

Hannover.Der niedersächsische Landeschef der AfD-Jugendorganisation Junge Alternative (JA) hat Hitler-Attentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg als „Verräter“ bezeichnet und stößt damit parteiintern auf Kritik. „Stauffenberg war ein Verräter“, heißt es in dem Facebook-Beitrag von Lars Steinke, der nicht öffentlich einsehbar ist. Steinke bestätigte der „Welt“, er habe „den Text selbst verfasst“. Auch auf dpa-Anfrage räumte Steinke den Beitrag ein, dieser sei bei Facebook nicht öffentlich einsehbar und nur von mit ihm befreundeten Nutzern zu lesen. Bundestagsfraktionschef Alexander Gauland sprach sich für einen Parteiausschluss Steinkes aus. Dessen Facebook-Äußerung ist für Gauland „bodenloser Schwachsinn“, wie ein Sprecher ihn bei Twitter zitierte. „Stauffenberg ist ein Held der deutschen Geschichte.“

In dem Facebook-Beitrag heißt es demnach, das gescheiterte Attentat auf Hitler sei „der beschämende Versuch eines Feiglings“ gewesen, „die eigene Haut vor dem kommenden Sieger zu retten“. Am 20. Juli 1944 hatten Wehrmachtsoffiziere um Stauffenberg vergeblich versucht, Hitler mit einer Bombe zu töten und den Zweiten Weltkrieg zu beenden. Sie wurden hingerichtet. dpa