Politik

Brexit EU und Großbritannien ringen um Abkommen

Stockende Verhandlung

Archivartikel

Brüssel.EU-Unterhändler Michel Barnier drängt Großbritannien zu Bewegung auf dem Weg zu einem Handelsabkommen nach dem Brexit. „Wir brauchen greifbare Fortschritte auf allen Feldern, einschließlich offener und fairer Wettbewerbsbedingungen“, schrieb Barnier am Montag zum Auftakt der dritten Verhandlungsrunde mit Vertretern Großbritanniens. Der Bundesverband der Deutschen Industrie beklagte, bisherige Fortschritte seien absolut unzureichend.

Großbritannien hatte die EU Ende Januar verlassen, ist aber bis zum Jahresende noch Teil des Europäischen Binnenmarkts und der Zollunion. In dieser Übergangsphase sollen die künftigen Wirtschaftsbeziehungen in einem Abkommen geregelt werden. Am Montag begann die dritte Verhandlungsrunde – bis Freitag sollen die Unterhändler in Videokonferenzen Dutzende Detailfragen besprechen.

Doch sind die Positionen weit auseinander. Knackpunkt für die EU ist, dass Großbritannien gleiche Sozial- und Umweltstandards akzeptiert. Außerdem verlangt Brüssel eine rasche Einigung über Fischereirechte.

Die Übergangsphase könnte um ein oder zwei Jahre verlängert werden, wenn beide Seiten dies bis Ende Juni vereinbaren. Doch ist der britische Regierungschef Boris Johnson strikt dagegen.

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