Politik

Atomkonflikt Nordkorea fühlt sich nicht mehr gebunden

Streit flammt wieder auf

Archivartikel

Seoul/Washington.Im Streit um Nordkoreas Atomwaffenprogramm stehen die Zeichen erneut auf Konfrontation. Die kommunistische Diktatur sieht sich grundsätzlich nicht mehr an ihr Moratorium für Tests von Atombomben und Interkontinentalraketen gebunden. Es gebe keinen Grund, „länger einseitig an die Verpflichtungen gebunden zu sein“, erklärte Machthaber Kim Jong Un am Dienstag. Die Welt werde zudem in naher Zukunft eine „neue strategische Waffe“ im Besitz seines Landes erleben, wurde er am Mittwoch von den Staatsmedien zitiert.

Nordkorea hatte den USA zuvor einseitig eine Frist bis zum Jahresende gesetzt und den Ton nach und nach wieder verschärft. Die Schuld für den Stillstand in den Verhandlungen gab Kim den USA, die er für ihr Festhalten an den Sanktionen gegen Pjöngjang kritisierte. Jetzt drohte Kim mit „einer schockierenden effektiven Aktion, um sie (die USA) für das Leid zahlen zu lassen, das unsere Bürger bisher ertrugen“. Er kündigte jedoch keine konkreten Maßnahmen an.

US-Präsident Donald Trump, der sich guter persönlicher Beziehungen zu Kim rühmt, äußerte sich am Dienstagabend (Ortszeit) mit Blick auf seine Nordkorea-Diplomatie zurückhaltend. dpa

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