Politik

Kenosha Donald Trump will Sicherheitskräften danken

Streit um Besuch

Archivartikel

Washington.Gut zwei Monate vor der Wahl in den USA haben sich US-Präsident Donald Trump und sein Herausforderer Joe Biden gegenseitig Versagen im Umgang mit der Gewalt im Land vorgeworfen. Der Republikaner Trump sagte im Sender Fox News mit Blick auf den Präsidentschaftskandidaten der Demokraten: „Er ist eine schwache Person.“ Biden werde von Menschen im „dunklen Schatten“ kontrolliert. Biden wiederum sagte bei einem Wahlkampfauftritt: „Es wüten Brände und wir haben einen Präsidenten, der die Flammen anfacht, anstatt sie zu bekämpfen.“

Trump verteidigte unterdessen seinen umstrittenen Besuch in Kenosha. In der Stadt in Wisconsin hatte ein Polizist am 23. August dem Afroamerikaner Jacob Blake (29) siebenmal in den Rücken geschossen. Neben friedlichen Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt löste der Vorfall auch Unruhen aus. Trump wollte die Stadt am Dienstag besuchen, obwohl Wisconsins Gouverneur Tony Evers und Kenoshas Bürgermeister John Antaramian (beide Demokraten) ihn aus Sorge vor einer Eskalation dazu aufgerufen haben, auf die Reise zu verzichten. Trump sagte, er wolle den Sicherheitskräften bei dem Besuch danken. Ein Besuch der Familie des schwer verletzten Jacob Blake steht nicht auf dem Programm. Zu dessen Schicksal hat sich Trump bislang nur sehr schmallippig geäußert. 

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