Politik

Venezuela Maduro weist Hilfe als „politische Show“ zurück

Streit um Lebensmittel

Caracas.Im Machtkampf zwischen der Regierung und der Opposition in Venezuela hat Staatschef Nicolás Maduro die geplanten Hilfslieferungen für die notleidende Bevölkerung als „politische Show“ kritisiert. Die humanitäre Hilfe sei lediglich ein Vorwand für eine US-Militärintervention in Venezuela, sagte der umstrittene Präsident in einem Interview des Fernsehsenders Russia Today. Gestern startete die Regierung eine Unterschriftensammlung gegen die „interventionistischen Aktionen“ der USA.

Der selbst ernannte Interimspräsident Juan Guaidó bemühte sich darum, möglichst schnell humanitäre Hilfe ins Land zu bringen. Zunächst sollten Sammelstellen für die Hilfsgüter in Kolumbien und Brasilien eingerichtet werden. Guaidó rief die Soldaten an der Grenze dazu auf, die Lieferungen mit Lebensmitteln und Medikamenten ins Land zu lassen. Heute wollen in Montevideo (Uruguay) Vertreter europäischer und lateinamerikanischer Staaten der sogenannten Kontaktgruppe zusammenkommen, um über einen Ausweg aus der verfahrenen Lage zu beraten. dpa