Politik

Atommüll Beteiligungsformat als Online-Konferenz gestartet

Suche nach Endlager

Archivartikel

Berlin.Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) hat vor allem die Länder dazu aufgerufen, sich konstruktiv an der Suche nach einem Atommüll-Endlager zu beteiligen. „Ich bin überzeugt, dass wir uns in Deutschland der gemeinsamen Verantwortung gegenüber der heutigen Bevölkerung als auch vieler Generationen in der Zukunft bewusst sind“, sagte sie der „Rheinischen Post“ vor Beginn des öffentlichen Beteiligungsverfahrens. Das gelte vor allem für Regierungspolitiker in den Ländern.

Am Freitag begann mit einer Online-Konferenz das erste gesetzlich vorgeschriebene Beteiligungsformat in der Endlagersuche. Ziel ist, die Ausschlusskriterien und Mindestanforderungen für einen Endlager-Standort zu erörtern. Die Teilnehmer befassen sich in erster Linie mit einem Zwischenbericht, den die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) im September 2020 vorgestellt hatte. Demnach sind in Deutschland 90 Gebiete nach geologischen Kriterien geeignet – insgesamt 54 Prozent des Bundesgebiets. 2031 soll der Standort gefunden sein. Der Bundestag entscheidet dann darüber. Nach 2050 sollen Behälter mit strahlendem Abfall unterirdisch eingelagert werden. dpa

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