Politik

Kriminalität Razzia gegen mutmaßliche Extremisten

Synagoge für Anschlag ausgespäht?

Berlin.Die mutmaßlichen Islamisten, gegen die Ermittler in mehreren Bundesländern vorgegangen sind, sollen als mögliche Anschlagsziele eine Synagoge und ein Einkaufszentrum ausgespäht haben. Das sagte der Sprecher der Berliner Generalstaatsanwaltschaft, Martin Steltner, am Dienstag nach Durchsuchungen an neun Orten. „Auf dem Handy eines Beschuldigten befanden sich Bilder eines möglichen Anschlagziels“, so Steltner. Deshalb seien die Ermittlungsbehörden in einem „frühen Stadium“ eingeschritten.

Ermittler waren mit einer Razzia in vier Bundesländern gegen mutmaßliche Islamisten vorgegangen. Mehreren Verdächtigen tschetschenischer Abstammung wird vorgeworfen, Örtlichkeiten für einen etwaigen islamistisch motivierten Anschlag ausgespäht zu haben. Eine konkrete Anschlagsgefahr habe aber nicht bestanden, hieß es.

Durchsuchungen an neun Orten

Gegen die Verdächtigen im Alter von 23 bis 28 Jahren wird wegen des Verdachts auf Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat ermittelt.

Das Verfahren wird bei der Generalstaatsanwaltschaft in der Hauptstadt geführt. Durchsuchungen fanden an insgesamt neun Orten statt. In Berlin gab es Razzien in Hellersdorf, Hohenschönhausen, Spandau und Köpenick, in Brandenburg in Ludwigsfelde, in Nordrhein-Westfalen in Hagen und in Thüringen in Arnstadt. Rund 180 Polizeikräfte waren im Einsatz. 

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