Politik

Sicherheit Verhaftung wegen Terrorverdacht

Syrer wollte Bombe bauen

Archivartikel

Berlin/Lübeck.Ein Mann aus Syrien ist in Berlin verhaftet worden, weil er einen islamistischen Terroranschlag geplant haben soll. Der Verdächtige soll sich in Chatgruppen über den Bau von Bomben informiert und bereits entsprechende Chemikalien gekauft haben. Das teilten die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe und die Berliner Generalstaatsanwaltschaft am Dienstag mit. Eine Spezialeinheit der Bundespolizei und Polizisten des Bundeskriminalamtes (BKA) verhafteten den Mann am Dienstagmorgen in seiner Berliner Wohnung.

Der Berliner Generalstaatsanwaltschaft zufolge soll der Syrer seit dem Frühjahr 2019 neunmal in einer Messenger-Gruppe, die der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) nahesteht, Anleitungen zum Bau von Waffen und zum Herstellen von Sprengstoff ausgetauscht haben. Ziel soll gewesen sein, bei einem Anschlag in Deutschland möglichst viele Menschen zu töten.

Wegen des Verdachts der „Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat“ haben Spezialkräfte der Polizei auch in Lübeck einen Gebäudekomplex durchsucht und mögliche Beweismittel beschlagnahmt. Vermutete Waffen wurden aber nicht gefunden, sagte eine Sprecherin der Flensburger Staatsanwaltschaft. Es wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. dpa

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