Politik

Corona Gesundheitsminister finden gemeinsame Linie

Tests für Einreisende an Flughäfen

Berlin.Reisende aus Risikogebieten im Ausland sollen künftig unmittelbar nach ihrer Rückkehr in Deutschland auf das Coronavirus getestet werden. Dazu sollen an Flughäfen Teststellen eingerichtet werden. Auf diese Linie verständigten sich die Gesundheitsministerkonferenz von Bund und Ländern nach Angaben des Vorsitzlandes Berlin bei einer Schaltkonferenz, ohne zunächst einen formalen Beschluss zu fällen.

Am Freitag wollen sich die Minister erneut zusammenschalten, um weitere Details zum Umgang mit Reiserückkehrern zu besprechen und ein Gesamtpaket dann auch zu beschließen. Eine Rolle dabei dürften Finanzierungsfragen spielen. Die Tests sollen verpflichtend sein.

Bisher müssen Menschen, die aus stark vom Coronavirus betroffenen Staaten zurückkehren, in Deutschland 14 Tage in häusliche Quarantäne. Ob sie das tatsächlich tun und sich bei den Gesundheitsämtern melden, ist aber fraglich. Deshalb will die Politik hier nachjustieren.

Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums ging es bei der Schalte nicht nur um die Frage, ob und wie Rückkehrer aus Risikogebieten getestet werden. Thema sei auch gewesen, „wie Quarantäneerfordernisse besser durchgesetzt werden“.

Behörden sind gefragt

Die deutschen Flughäfen sehen noch offene Fragen. „In jedem Fall gilt: Sollten die Gesundheitsbehörden einen Schnelltest anordnen, müsste dieser von den Behörden durchgeführt werden“, erklärte die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen.

Mitarbeiter der Flughäfen seien nicht befugt, Passagiere auf ihren Gesundheitsstatus hin zu überprüfen. „Auch muss dann festgelegt sein, wie mit positiv geprüften Reisenden umgegangen werden soll.“

Weltweit stuft das Robert Koch-Institut den größten Teil der Staaten als Corona-Risikogebiet ein. Das betrifft zum Beispiel die USA, Russland oder Brasilien. Keine Quarantänepflicht gilt für Einreisende aus fast allen EU-Staaten – Ausnahme Luxemburg – und der Schweiz. dpa

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