Politik

Justiz Prozess gegen mutmaßlichen Taliban startet

Thomas K. vor Gericht

Düsseldorf/Karlsruhe.Der mutmaßliche „deutsche Taliban“ Thomas K. steht ab 17. Oktober in Düsseldorf vor Gericht. Die Bundesanwaltschaft wirft dem 37-Jährigen Terrorismus, versuchten Mord und die Nutzung von Kriegswaffen vor, wie ein Sprecher des Oberlandesgerichts gestern mitteilte.

Der Deutsch-Pole war im Februar von Spezialkräften im Süden Afghanistans gefangen genommen und im April an Deutschland ausgeliefert worden. Den Ermittlungen zufolge war er im August 2012 nach Pakistan gereist und hatte jahrelang in den Reihen der Taliban gekämpft. Er soll zuvor im Raum Worms in Rheinland-Pfalz gewohnt haben.

Laut Anklage war er in einer für Selbstmordanschläge zuständigen Einheit eingesetzt, baute Sprengsätze und kundschaftete mögliche Anschlagsziele aus. Außerdem habe er ein Propaganda-Video für die Taliban hergestellt, auf dem er selbst bei einem Angriff auf einen Militärstützpunkt der afghanischen Armee und beim Abfeuern einer Mörsergranate zu sehen sei. In seiner Vernehmung habe der Angeklagte zu den Vorwürfen geschwiegen, teilte das Gericht mit. dpa