Politik

USA Präsident twittert parallel zu Aussage von Ex-Botschafterin

Trump greift Zeugin an

Archivartikel

Washington.In den Impeachment-Ermittlungen hat US-Präsident Donald Trump die frühere Botschafterin in der Ukraine während ihrer laufenden Aussage vor dem Repräsentantenhaus auf Twitter angegriffen. Überall, wo Marie Yovanovitch hingegangen sei, habe sich die Lage verschlechtert, schrieb Trump am Freitag. Yovanovitch wurde bei der Anhörung vor dem Geheimdienstausschuss auf den Tweet angesprochen. „Es ist einschüchternd“, sagte sie. Der Ausschussvorsitzende Adam Schiff warf Trump „Einschüchterung von Zeugen in Echtzeit“ vor. Bereits zuvor hatte Yovanovitch unter Eid ausgesagt, sie habe sich von Aussagen Trumps bedroht gefühlt.

Trump verteidigte sich später bei einem Auftritt im Weißen Haus und wies den Vorwurf zurück, er versuche, Zeugen einzuschüchtern. „Ich habe ein Recht auf freie Meinungsäußerung, genau wie andere Leute.“ Der Präsident sagte, er habe an diesem Freitag erstmals Teile der öffentlichen Anhörungen angeschaut. Was sich dort abspiele, sei eine Schande, kritisierte er. Den Republikanern würden wichtige Verfahrensrechte verweigert. dpa

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