Politik

Anhörungen Weitere Zeugen belasten den US-Präsidenten

Trump noch mehr unter Druck

Archivartikel

Washington.Weitere Zeugenaussagen in den Impeachment-Ermittlungen gegen Donald Trump bringen den US-Präsidenten und dessen Umfeld in Erklärungsnot. Ein Ex-Mitarbeiter des Nationalen Sicherheitsrates, Tim Morrison, erklärte vor Abgeordneten im US-Repräsentantenhaus, die zeitweise zurückgehaltene Militärhilfe an die Ukraine sei daran geknüpft gewesen, dass die Führung in Kiew öffentlich Ermittlungen ankündige, die Trumps Rivalen Joe Biden hätten schaden können. Das habe ihm der US-Botschafter bei der EU, Gordon Sondland, gesagt. Dieser habe viel direkten Kontakt mit Trump gehabt, sagte Morrison. „Sondland glaubte und sagte mir zumindest, dass der Präsident ihm Anweisung gab.“

Angriff per Twitter

Das erhärtet den Verdacht gegen Trump und steigert den Druck auf Sondland, der demnächst öffentlich vor dem Kongress aussagen soll. Der Geheimdienstausschuss des US-Repräsentantenhauses veröffentlichte die Mitschriften der Befragungen von Morrison und einer Mitarbeiterin von US-Vizepräsident Mike Pence, Jennifer Williams. Beide hatten beim Telefonat zwischen Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mitgehört, das im Mittelpunkt der Affäre steht.

In der vergangenen Woche waren erstmals Zeugen öffentlich befragt worden. Zuletzt hatte am Freitag die Ex-US-Botschafterin in der Ukraine, Marie Yovanovitch, ausgesagt. Trump griff sie während ihrer Befragung per Tweet an. dpa

Zum Thema