Politik

Mittelmeer Folgen bei Ausdehnung von Territorium

Türkei droht Griechenlandmit Krieg

Archivartikel

Ankara/Athen.Die Türkei hat Griechenland für den Fall einer Ausdehnung seiner Territorialgewässer in der Ägäis offen mit einer militärischen Auseinandersetzung gedroht. „Wenn das kein Kriegsgrund ist, was denn sonst?“, sagte Vizepräsident Fuat Oktay der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu zufolge.

Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu verwies am Samstagabend auf eine Parlamentsentscheidung seines Landes aus den 90er Jahren, das eine Ausdehnung der griechischen Hoheitsgewässer in der Ägäis zum Kriegsgrund erklärt hatte. Diese Entscheidung sei auch heute noch gültig, betonte Cavusoglu im Sender A Haber.

Athen wies die Äußerungen als „Größenwahn“ zurück. Der griechische Energieminister Kostis Chatzidakis sagte am Sonntag im Sender Skai, die Türkei betreibe mit Kriegsdrohungen eine Politik wie im 19. Jahrhundert.

Papst ruft zu Dialog auf

Papst Franziskus äußerte sich am Sonntag besorgt über die Spannungen. Er rief in seinem Angelus-Gebet zur Achtung des internationalen Rechts auf, „um die Konflikte zu lösen, die den Frieden der Völker in dieser Region gefährden“.

Ankara reagierte mit seinen Drohungen auf die Ankündigung Griechenlands vom Mittwoch, seine Hoheitszone im – Italien zugewandten – Ionischen Meer von sechs auf zwölf Seemeilen auszudehnen. Über ein solches Vorhaben auch in der Ägäis war nicht die Rede. 

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