Politik

Nordafrika 26 Kandidaten wollen Präsident werden

Tunesien wählt

Tunis.Zwei Tage vor der Präsidentenwahl in Tunesien muss einer der aussichtsreichsten Kandidaten im Gefängnis bleiben. Das tunesische Berufungsgericht habe den Einspruch gegen die Haft von Nabil Karoui abgelehnt, teilte dessen Partei Kalb Tounes (Herz von Tunesien) am Freitag mit. Der 56 Jahre alte Medienunternehmer befindet sich seit Ende August in Haft. Die Justiz ermittelt gegen ihn unter anderem wegen des Verdachts der Geldwäsche und Steuerhinterziehung.

Tunesien wählt am Sonntag einen neuen Präsidenten. Insgesamt stellen sich 26 Kandidaten zur Wahl. Tunesiens junge Demokratie gilt in der arabischen Welt als Leuchtturm. Der Ausgang der Wahl ist ungewiss. Die Ergebnisse könnten am Montag feststehen. Das Bewerberfeld ist breitgefächert. Unter den Kandidaten sind neben Medienmogul Nabil Karoui, der laut Umfragen gute Chancen hat, auch zwei Frauen. Darunter Abir Moussi, sie kommt aus der früheren Partei des langjährigen Machthabers Ben Ali, dessen Flucht aus Tunesien der Startschuss für die Revolution war. Sie ist der Meinung: Früher war vieles besser. Die wirtschaftliche Krise überschattet die Präsidentschaftswahl. 

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