Politik

Wahlforschung Ergebnisse weichen teilweise deutlich ab

Umfragen sorgen für Diskussionen

Archivartikel

Washington.Nach dem zunächst engen Wahlergebnis in den USA ist am Dienstag und Mittwoch Kritik an den zuvor veröffentlichten Umfragen laut geworden. Die Wahlforscher hatten im Durchschnitt einen landesweiten Vorsprung des Demokraten Joe Biden von rund acht Prozentpunkten vorhergesagt – am Mittwochmorgen (Ortszeit) lag Biden zwar nur etwa zwei Punkte vor Amtsinhaber Donald Trump, allerdings haben sich auch in der Vergangenheit durch Briefwahlstimmen und die teils langwierige Auszählung im von Demokraten dominierten Kalifornien noch größere Umschwünge von mehreren Prozentpunkten ergeben.

Auf Ebene der Bundesstaaten deuteten sich dagegen bereits einige Abweichungen der Ergebnisse von Umfragen an. Außerdem schienen die Institute unter anderem die Wahlabsichten der hispanischen Bevölkerung – etwa in Florida –falsch eingeschätzt zu haben.

Antworten werden hochgerechnet

Unterschiede können deshalb entstehen, weil in Umfragen nur ein winziger Bruchteil der Wähler befragt wird und nicht alle Bevölkerungsgruppen zu gleichen Teilen teilnehmen wollen. In der Regel ist es beispielsweise schwieriger, junge und ärmere Wähler zu erreichen.

Die Demoskopen müssen dann die Antworten auf die von ihnen erwartete Zusammensetzung der tatsächlichen Wählerschaft hochrechnen. Ungenauigkeiten kommen beispielsweise daher, wenn die Wahlbeteiligung deutlich höher liegt als beim letzten Mal – vorherzusagen, wie sich die zusätzliche Beteiligung zusammensetzt, ist dann schwieriger. dpa

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