Politik

Union sinkt in der Gunst der Deutschen

Politische Stimmung in Deutschland

Die Union sinkt in der politischen Stimmung und erhält aktuell 33% (-3). Die SPD erreicht unverändert 24%. Einbußen gibt es für die AfD mit 9% (-2), auch die FDP verliert leicht und kommt aktuell auf 7% (-1). Einen leichten Aufwärtstrend können sowohl die Linke mit 10% (+1) als auch die Grünen mit 13% (+1) verzeichnen, alle anderen Parteien erhalten zusammen 3% (+2).

Da mit Umfragen aber immer nur Stimmungen in der Bevölkerung zum Zeitpunkt der Befragung gemessen werden, sind Schlussfolgerungen auf eine mögliche Wahlentscheidung an einem weit entfernten Wahltag nicht zulässig.

Die Politbarometer-Ergebnisse sind wie immer politisch nicht gewichtet. Ein Ver­gleich der Wahlabsichtsfrage und der Sympathiemessungen der Politbarometer-Untersuchungen mit den politisch gewichteten Ergebnissen anderer Institute ist daher nur bedingt möglich. Aus diesem Grund veröffentlicht das Politbarometer die „Projektion“, bei der die in den aktuellen Untersuchungen gemessenen poli­tischen Stimmungen auf ein Wahlergebnis für eine Bundestagswahl übertragen werden, falls diese am nächsten Sonntag stattfinden würde.

Dieser errechneten Projektion liegen die Erkenntnisse über die langfristige, sozialstrukturell begründete Stabilität im Wählerverhalten bei Bundestagswahlen zugrunde sowie Erkenntnisse über den theoretischen Ausgang einer Bundestagswahl unter „normalen“ Bedingungen, d. h. ohne die Überzeichnungen in der aktuell gemessenen politischen Stimmung. Berücksichtigt wird dabei auch die fehlende Bekenntnisbereitschaft von den Anhängern der Parteien an den Rändern des Parteienspektrums.

Wäre bereits am Sonntag Bundestagswahl, gäbe es – im Vergleich zur letzten Politbarometer-Projektion – leichte Verluste für die Union und die AfD, Linke und Grüne können leicht zulegen. Die Union käme auf 33% (-1), die SPD könnte weiterhin mit 20% (+/-0) rechnen, die AfD mit 13% (-1) und die FDP mit 8% (+/-0). Die Linke verbesserte sich auf 10% (+1) und die Grünen auf 13% (+1). Alle sonstigen Parteien würden zusammen 3% (+/-0) erhalten.

Zufriedenheit mit der Bundesregierung und den Koalitionspartnern

Die gemeinsame Arbeit der Großen Koalition wird anhand einer Skala von +5 bis -5 (sehr zufrieden bis sehr unzufrieden) wie schon im Mai mit 0,8 bewertet (April-II: 0,6; Mai: 0,8). Die CDU/CSU erhält für ihre Regierungsarbeit mit 0,7 eine bessere Beurteilung als zuletzt (April-II: 0,4; Mai: 0,5), die SPD wird für ihre Leistungen konstant mit 0,6 eingestuft (April-II: 0,5; Mai: 0,6). 

Beurteilung der Bundesregierung

Ganz allgemein finden aktuell 64% der Befragten, dass die Große Koalition gute Arbeit leistet, auch hier ist der Wert konstant (April-II: 59%; Mai: 64%), 29% meinen dagegen, die Bundesregierung leiste eher schlechte Arbeit (April-II: 31%; Mai: 27%), 7% urteilen darüber nicht (April-II: 10%; Mai: 9%).

Gewünschte Koalition

Wenn es um die gewünschte nächste Bundesregierung geht, gibt es nach wie vor ein sehr heterogenes Bild: 18% der Befragten sprechen sich für eine Regierung aus Union und SPD aus (April-II: 16%; Mai: 19%); 10% für ein schwarz-gelbes Bündnis (April-II: 10%; Mai: 9%) und ebenfalls 10% für Rot-Grün (April-II: 10%; Mai: 9%). Jeweils 6% präferieren Schwarz-Grün (April-II: 7%; Mai: 8%), oder eine Jamaika-Koalition aus Union, Grünen und FDP (April-II: 5%; Mai: 6%). 4% wünschen sich eine Zusammenarbeit von SPD und Linke (April-II: 3%; Mai: 2%) und genauso viele hätten gern eine rot-rot-grüne Regierung (April-II: 5%; Mai: 4%). Verschiedene sonstige Konstellationen nennen insgesamt 21% (April-II: 20%; Mai: 19%). 21% antworten mit „weiß nicht“ (April-II: 24%; Mai: 24%).