Politik

„Aufstehen“ Vorstellung der Sammlungsbewegung

Unruhe innerhalb der SPD

Archivartikel

Berlin.Die von Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine (beide Linke) ins Leben gerufene linke Sammlungsbewegung „Aufstehen“ sorgt für erhebliche Unruhe. Wagenknecht will die Bewegung morgen in Berlin offiziell vorstellen.

Mit dabei wird auch die Flensburger SPD-Oberbürgermeisterin Simone Lange sein. Sie war gegen Andrea Nahles bei der Wahl zur SPD-Parteichefin angetreten und hatte mit 27,6 Prozent einen Achtungserfolg erzielt. Ihre Kandidatur war Ausdruck des Unmuts, der insbesondere bei der SPD-Linken aufkam, weil die Parteiführung nach der Bundestagswahl zuerst gegen eine erneute große Koalition war und nach dem Scheitern von „Jamaika“ dann doch wieder in ein Regierungsbündnis mit CDU und CSU ging. Neben Lange wird unter anderem der frühere Grünen-Chef Ludger Volmer mit auf dem Podium sitzen.

Kritik auch an Lafontaine

„Ich bin skeptisch, ob ihnen an der Einigung der linken Kräfte gelegen ist, gerade scheinen sie eher die Spaltung der Linkspartei voranzutreiben“, sagte der Sprecher der Parlamentarischen Linken der SPD, Matthias Miersch, zur Sammlungsbewegung „Aufstehen“. „Es gibt seit längerer Zeit rot-rot-grüne Gespräche zwischen Abgeordneten, Parteimitgliedern und auch den Jugendorganisationen.“ Ein Bündnis sei möglich, wenn sich in allen drei Parteien ein fortschrittliches Programm durchsetze. „Wagenknecht und Lafontaine habe ich an keinem der gemeinsamen Gespräche teilnehmen sehen“, sagte der SPD-Vizefraktionsvorsitzende. dpa