Politik

Tarife Arbeitgeber halten Mindestbetrag für schwierig

Verhandlung stockt

Potsdam.Bei den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen ist eine Annäherung vorerst weiter ausgeblieben. Die Verhandlungsführer kamen gestern in Potsdam wieder zusammen. Der Vorsitzende der Gewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, hatte zuvor Schwierigkeiten öffentlich gemacht: „Es gibt Komplikationen, und wir müssen sehen, wie wir sie bewältigen.“ Für den Bund ist das Innenminister Horst Seehofer (CSU), für die Kommunen der kommunale Arbeitgeberpräsident Thomas Böhle, für den Beamtenbund dbb dessen Vorsitzender Ulrich Silberbach. Der Spitzenrunde lagen Ergebnisse von Arbeitsgruppen vor, die am Sonntagabend eingesetzt worden waren, um Einigungsmöglichkeiten auszuloten. Diese Ergebnisse ließen keinen raschen Durchbruch erwarten, hieß es. Somit wird es eine mögliche Einigung erst heute geben.

Auch ein Scheitern gilt noch als möglich. Vor allem Seehofer hatte sich am Sonntag optimistisch geäußert. Unter anderem ein von den Gewerkschaften geforderter Mindestbetrag von 200 Euro mehr Einkommen für die unteren Lohngruppen galt als problematisch für die Arbeitgeber. Aber auch die Forderung nach unter dem Strich sechs Prozent mehr Geld ist ihnen zu teuer. dpa